Umwelt, Soziales und Governance (nachfolgend in diesem Artikel: ESG) und ihr Einfluss auf die FTSE-Boards aus Sicht der Investor Relations

Es ist davon auszugehen, dass das Thema ESG nach Covid-19 generell auf der Tagesordnung aller stehen werden. Daher müssen wir dafür sorgen, dass die Boards sich das nötige Fachwissen rund um Umwelt, Soziales und Governance aneignen, damit sie intelligente und fundierte Entscheidungen treffen können.

In Zusammenarbeit mit Boardex befragte Sainty Hird & Partners Investor Relations-Leiter aus FTSE100- und 350-Unternehmen, um ein besseres Verständnis dafür zu erlangen, wie Umwelt, Soziales und Governance die Strategie ihrer Unternehmen beeinflussen. Aus den Ergebnissen können einige interessante Schlussfolgerungen gezogen werden.

  • Organisationen nehmen ESG ernst – 57 % dieser Programme werden vom CEO oder Vorsitzenden beaufsichtigt, und 68 % haben ein Vorstandsausschussmitglied, das sich mit ESG befasst.
  • Investoren haben ein wesentlich verstärktes Interesse an ESG – 96 % der Unternehmen meldeten verstärktes Investoreninteresse für ESG in den letzten 12 Monaten. Demzufolge planen 96 % der Unternehmen eine größere Rolle für ihr ESG-Engagement im Zusammenwirken mit Investoren in den nächsten 12 Monaten. Die Umfrage ergab auch, dass 82 % der Investoren eine stärkere Beteiligung der Geschäftsführung an ESG-Initiativen wünschen.
  • Hingegen glauben nur 64 % der Unternehmen, dass sie über ein klares Verfahren verfügen, um ihr ESG-Engagement mit Investoren zu managen, und einige haben sich mit einer breiteren Gruppe externer Stakeholder zusammengeschlossen, um ihre ESG-Strategien auf diese Art mitgestalten zu lassen.

Wer ist in Ihrer Organisation für ESG zuständig?

Anhand unserer Umfrage stellten wir fest, dass in Unternehmen, in denen ein Mitglied der Geschäftsführung für ESG eingesetzt wird, der CEO im Allgemeinen (40 %) für die Festlegung der ESG-Agenda und ihrer Auswirkungen auf die Unternehmensstrategie verantwortlich ist.

Eine überwältigende Mehrheit war sich darin einig, dass ESG in den vergangenen zwölf Monaten eine größere Rolle im Zusammenwirken des Unternehmens mit Investoren gespielt hat.

Nahezu 100 % gaben an, dass ESG in den vergangenen zwölf Monaten eine größere Rolle im Zusammenwirken des Unternehmens mit Investoren gespielt hat. Mit Blick auf die Zukunft sind sich die Unternehmen darüber hinaus voll bewusst, dass das Interesse der Investoren an den ESG-Aktivitäten eines Unternehmens zunimmt, und dass sie sich daher entsprechend vorbereiten müssen. Dies kann durchaus einen Strategiewechsel bedeuten und wird sicherlich mehr Zeit für diesbezügliche Gespräche im Board erfordern. Die Unternehmen haben erkannt, dass sie Investoren nachweisen müssen, inwiefern sie sich im letzten Jahr den Themen rund um ESG gewidmet haben.

Haben ESG in den vergangenen 12 Monaten eine größere Rolle in Ihrem Zusammenwirken mit Investoren gespielt?

Folgendes ist dabei hervorzuheben: Unternehmen sind sich voll und ganz bewusst, dass ihr Engagement im kommenden Jahr zunehmen muss, um Investoren nachweisen zu können, welche Initiativen sie in diesem Bereich verfolgen.

Werden ESG in den kommenden 12 Monaten eine größere Rolle in Ihrem Zusammenwirken mit Investoren spielen?

Mit Blick auf die Zukunft bleibt festzustellen, dass zwar 68 % der Boards mit den Prozessen, die sie für ihr ESG-Engagement mit Investoren eingeführt haben, relativ zufrieden sind, dass jedoch einer großen Anzahl von Unternehmen unklar ist, wie sie sich angesichts dieser neuen Umstände verhalten sollen. Kurzum: Es bleibt noch eine Menge zu tun.

Haben Sie einen klaren Prozess für das Zusammenwirken mit Investoren im Bereich ESG?
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